Stromlieferanten

Stromrechnung

Ökostrom als Energieprodukt

Mit der Liberalisierung des Strommarktes kann jeder Konsument entscheiden, wo er seinen Stromliefervertrag abschließt. Will man Ökostrom, muss man in der Regel seinen Stromanbieter wechseln. Dabei verpflichtet sich der Stromanbieter, gleich viel Oekostrom in das Stromnetz zu liefern, wie die Kunden entnehmen

Aufgrund das alle Energie Konsumenten Strom aus dem gleichen Gemeinschaftsnetz beziehen und Strom physikalisch immer der selbe ist, hat der Bezug von Ökostrom keine direkte Wirkung auf den beim einzelnen Stromabnehmer gelieferten Strom, sondern nur auf den gesamten Strommix.

Bei der Lieferung von Strom differenziert man zwischen gleicher Menge und zeitgleich:

Zeitgleiche Lieferung
(gleichzeitige Lieferung) bedeutet, dass der Stromlieferant zu jedem Zeitpunkt die Strommenge ins Verbrauchernetz einspeist, die seine Stromkunden im Moment brauchen.

Mengengleiche Lieferung
heißt, dass der Stromlieferant über 365 Tage verteilt die Menge  ins Stromnetz einspeist, die seine eignen Stromkunden zusammen im Jahr verbrauchen.

Der Stromverbrauch verändert sich während des Tages. Beispielsweise wird in den Morgens, zu Mittag und in den Abendstunden mehr benötigt. Es kommt zu Stromspitzen. Bei kleinen Strom Verbrauchern (Haushalte) wird eine durchschnittliche Last angenommen; grosse Verbraucher wie Industriebetriebe haben eigne spezielle Stromzähler, die den 24h Verlauf der Stromabnahme aufzeichnen.

Anhand dieser Daten kann der Netzbetreiber für jeden beliebigen Zeitpunkt die eingespeiste und verbrauchten Leistung vergleichen.

Hat der Stromlieferant zu gewissen Zeiten wenig Energie eingespeist, als seine Abnehmer gebraucht haben, so musste - da Strom an sich leider nicht speicherbar ist - zu diesen Zeiten die verbrauchte Strommenge von anderen Kraftwerken bereitgestellt werden, was dem Stromversorger nachträglich Kosten verursacht.
Ein Stromkunde eines Versorgers, der einen Strommix von "100 % Strom aus Wasserkraft" angibt, der mengengleich eingespeist wird, bekommt in Wirklichkeit zu Spitzenzeiten einen gewissen Anteil Strom unbekannter Herkunft.

Nur ein zeitgleich erzeugender Stromlieferant kann garantieren, dass der Kunde mit der Bezahlung der Stromrechnung nur jene Arten von Stromerzeugung unterstützt, die im Strommix versprochen wird.

Unbeeinflusst hiervon sind die nicht vermeidbaren Leitungsverluste bis zu 10 % der eingespeisten elektrischen Energie, welche von den Netzbetreibern ersetzt werden, ohne dass der Stromlieferant hierauf eine Änderungsmöglichkeit hat.
Zeitgleiche Stromlieferung ist technisch viel schwieriger und teurer. Wenn keine genaueren Angaben bezeichnet werden, handelt es sich meistens um mengengleiche Lieferung.
Die Ökostrom-Verträge vieler Energieanbieter basiert nicht auf direkten Lieferbezügen, sondern auf immer auf  RECS-Zertifikaten.

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